Ökumenische Vereinbarung in Münster

 

Ökumenische Zusammenarbeit stärken

Unter blauem Himmel und großer Beteiligung vieler Menschen fand am Pfingstmontag 2017 auf dem Domplatz in Münster ein ökumenisches Fest zur Vertiefung der ökumenischen Beziehungen statt. Die evangelischen Kirchen und die katholischen Bistümer in unserm Land wollen ihre Zusammenarbeit weiter verstärken.

Annette Kurschus, die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bischof Glenn vom Bistum Münster und Christoph Pistorius von der Evangelischen Kirche im Rheinland sprachen gemeinsam:

"In diesem Jahr 2017 feiern wir, dass der gemeinsame Grund unseres Glaubens, unser gemeinsamer Auftrag und unsere gemeinsamen Aufgaben größer sind als alles, was uns trennt.“

Den Gemeinden wird empfohlen, das geistliche Miteinander zu intensivieren und fest im Alltag zu verankern. 


Die Beteiligten empfehlen den Gemeinden,

·       Formen der geistlichen Ökumene zu intensivieren und fest im Alltag der Gemeinden zu verankern,

·       wo es sinnvoll und möglich ist, Vereinbarungen über die gemeinsame Nutzung von Kirchen und Gemeindehäusern zu treffen,

·       wenn möglich die Abstimmung über pastorale Schwerpunkte vor Ort zu suchen,

·       ökumenische Gemeinde-Partnerschaften einzugehen.

Die Beteiligten wollen

·       wechselseitige Konsultationen zu den Reformprozessen in den Kirchen anregen,

·       die ökumenische Bildung verstärken,

·       die konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht intensivieren,

·       den Glauben zunehmend gemeinsam öffentlich bezeugen,

·       Inititativen bilden und fördern, die sich für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und die Überwindung von Gewalt einsetzen,

·       eine enge Zusammenarbeit in der Flüchtlingsarbeit einschließlich der Kirchen anderer Sprache und Herkunft suchen und vereinbaren,

 

·       die Begegnung und den Austausch mit Juden und  Muslimen intensiv fortsetzen und öffentlich immer wieder Position gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus beziehen.


Der Aufruf im Wortlaut hier ...

Siehe auch hier ...

 

Ökumene vor Ort

Im traditionell römisch-katholisch geprägten Münsterland pflegt unsere Kirchengemeinde vor Ort in Oelde eine gute Zusammenarbeit mit allen Konfessionen und Religionen, am häufigsten mit den Katholischen Gemeinden.

Hervorzuheben ist der Arbeitskreis Wir Christen in Oelde, der durch regelmäßige Treffen ein vielseitiges ökumenisches Programm gestaltet, an dem alle Gemeinden und auch die griechisch-orthodoxen Christen beteilgt sind. 

WIR CHRISTEN IN OELDE

 

Die Vorsitzende Doris Leeser berichtet:

Liebe Mitchristen!
Am 19. Februar 2012 ist der Ökumenische Kreis 10 Jahre alt geworden.
10 Jahre ist eine lange Zeit – aber sie ist trotzdem schnell vergangen. Nach langen Jahren offener Beziehungen zur jeweils anderen Konfessionen kam der Wunsch auf, eine festere Gemeinschaft zu bilden. So trafen wir uns, jeweils einige Frauen und Männer, Leihen und Hauptamtliche der orth. , der ev. und der kath. Kirche, - Herr Otto Kirchhof war auch dabei (er ist leider schon verstorben) - , am 19. Februar 2002 das 1. Mal. Die Freude war groß, und wir waren uns sicher, dass das bestimmt eine gute Sache werden wird. – Und es wurde eine gute Sache!!! 

Zur unseren Veranstaltungen / Treffen in diesen Jahren:
In den vergangenen 10 Jahren haben wir uns 52 Mal zu einer Sitzung getroffen, jedes Mal, also im Wechsel – in einem unserer 9 Pfarr- oder Gemeindeheimen oder in der Orestis - Kirche. Inzwischen fühlen wir uns überall wie zu Hause! Auf unsern Treffen beten und singen wir, führen Kirchen und Glaubens-Gespräche und bereiten Pläne für unsere Veranstaltungen vor. Außerdem haben wir uns viele, viele Male zu Veranstaltungen, - Einladungen und Eigenveranstaltungen getroffen. Unter dem Motto: `Kirchen stellen sich vor`, haben wir nach und nach in alle Oelder Kirchen eingeladen. 

GOTT SEI DANK!
Auf dem 2. ökumenischen Kirchentag in München sind die Christlichen Kirchen die Verpflichtung eingegangen, zwischen dem 1. September und dem 4. Oktober eines jeden Jahres, einen Tag der Schöpfung zu feiern. Dieses möchte die Orthodoxe Kirche tun, so wie sie es mit einer Vesper mit Brotbrechung auf dem Odeonsplatz in München mit 20.000 Menschen getan hat.

Die Orthodoxe Kirche und der Ökumenische Kreis freuen sich auf viele Gäste, die mit uns feiern wollen und heißen alle: „Herzlich willkommen!!!“

 

Text: Doris Leeser

 

 

Ökumene weltweit

Partnerschaft in der Ökumene

Eine Kirchengemeinde ohne ökumenischen Horizont ist nur ein kirchlicher Ortsverein. Auch die Gemeinden des Kirchenkreises Gütersloh verstehen sich als Teil der weltumspannenden Kirche Jesu Christi, in der Menschen aller Rassen, Sprachen und Kulturen in der Einheit des Glaubens zusammengehören.

 

Seit 1980 bestehen partnerschaftliche Beziehungen zwischen den Kirchenkreisen Gütersloh und den tanzanischen Kreisen Kyerwa und Murongo, die im Bezirk Karagwe im Nordwesten von Tanzania liegen.

 

Partnerschaft ist ein Prozess menschlicher Begegnung, des Kennenlernen, des Verstehens und gegenseitigen Helfen. 

 

Viel können wir von unseren Partnern lernen im Blick auf ihre Gastfreundschaft und Herzlichkeit, ihre Glaubenskraft und Lebensfreude trotz widriger Umstände.

 

Die Partnerschaft wird seit 1980 verwirklicht durch Fürbitte, Austausch geistlicher Erfahrungen, gegenseitige Besuche und persönliche Kontakte, Briefwechsel, Postsendungen, Kollekten und Sammelaktionen im Kirchenkreis Gütersloh für Fördermassnahmen, z. B. zur Ausbildung von Jugendlichen in Schule und Beruf, kirchlichem Personal, Unterstützung von Aids-Waisen, Verbesserung der Wasserversorgung, Förderung der medizinischen Versorgung etc.

 

Durch die Initiative eines engagierten TAK-Mitgliedes entwickelte sich auch eine erfolgreiche Schulpartnerschaft zwischen der Bühlbusch Schule in Verl und der Karoo Schule in Nkwenda.

 

Mehr Infos auf der eigenen Homepage.

 

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